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Kinostart für Clint Eastwoods JERSEY BOYS

Ausgerechnet Clint Eastwood, bekannt geworden als Kino-Raubein, hat ein Musical verfilmt. Dann auch noch ein Musical über einen Jukebox-Musikstar mit Samtstimme: JERSEY BOYS erzählt vom Aufstieg Frankie Valli und seiner Band „Four Seasons“ in den 1960er Jahren. Was auf den ersten Blick wie eine ungewöhnliche Mischung aussieht, erscheint aber doch folgerichtig, nimmt man Eastwoods bisherige Regiearbeiten in den Blick. Wie diese bietet auch JERSEY BOYS eine Geschichte mit großen Emotionen und eine Ausstattung, die viel Wert auf originalgetreues Flair legt. Tatsächlich war Eastwood zunächst gar nicht als Regisseur für JERSEY BOYS vorgesehen; mit Musikfilmen wie „Honky Tonk Man“ und „Bird“ hat er aber bereits unter Beweis gestellt, dass er das Genre beherrscht.

Die Verfilmung des Broadway-Hits

„Walk Like A Man“, „Big Girl's Don't Cry“und „Bye Bye Baby“ – das ist nur eine kleine Auswahl der Hits, mit denen die „Four Seasons“ in den 60er Jahren beim Publikum landen konnten und die bis heute echte Ohrwürmer sind. So schmelzen die Harmonien auch klingen, die „Four Seasons“ konnten auf eine harte Vergangenheit zurückblicken, drei von ihnen sind fast auf die schiefe Laufbahn geraten, bevor die Musikkarriere ihnen das Einkommen sicherte. Das Musical nach Buch von Marshall Brickman und Rick Elice, mit Musik von Bob Gaudio und Gesangstexten von Bob Cewe, feierte 2005 am Broadway Premiere. Dort lief es mit großem Erfolg und war anschließend auf zwei Nordamerika-Touren unterwegs, am Londoner West End, in Las Vegas, Chigaco, Toronto, Melbourne und weiteren australischen Städten zu sehen. 2006 erhielt die Show einen Tony Award für das Beste Musical, 2009 einen Olivier Award für das Beste neue Musical in Großbritannien.

Musical-Darsteller übernehmen ihre Rollen auch im Film

Für die Verfilmung setzte Eastwood nun nicht, wie viele andere Hollywood-Versionen von Musicals, auf bekannte Schauspieler. Stattdessen engagierte er Darsteller aus drei der verschiedenen Musical-Produktionen. Bei denen sitzen die Sprech- und Gesangstexte natürlich perfekt und auch über die Qualität des musikalischen Vortrags muss man sich keine Sorgen machen. Als bekannte Film- und TV-Gesichter sind Christopher Walken als Maffia-Pate und Vincent Piazza aus „Boardwalk Empire“ zu sehen. Am 31. Juli 2014 ist der Film in den Kinos gestartet.

Bildnachweis: Eastwoodtuxedo © Army.mil – Flickr.com